
Seit einiger Zeit bauen wir unsere Damenmannschaft auf – und gestern war es endlich so weit: Unser erstes Spiel!
Beim Debüt gegen die Damen des TSV konnten wir uns zum ersten Mal als Team auf dem Platz beweisen. Das Ergebnis war dabei fast Nebensache – trotzdem gratulieren wir den Löwinnen herzlich zum verdienten Sieg!
Für unsere Spielerinnen war es eine großartige Gelegenheit, erste Erfahrungen zu sammeln. Mit jeder Minute wurden wir mutiger, kämpften füreinander und fanden immer besser ins Spiel. Vor allem aber hatten alle riesigen Spaß – sowohl auf dem Platz als auch daneben!
Wir sind unglaublich stolz auf euch! Bleibt dran, macht weiter so – wir freuen uns schon darauf, euch bald wieder auf dem Rugbyplatz zu sehen.
Ein ganz besonderer Dank geht an unsere Co-Trainerin Sofia, die dieses Spiel organisiert und unsere Damen immer wieder motiviert und ermutigt hat, den Schritt aufs Spielfeld zu wagen. Ohne dich wäre diese Premiere nicht möglich gewesen!
Auf viele weitere Spiele, gemeinsame Erfahrungen und unvergessliche Rugby-Momente!
Und wenn ihr Frauen Lust habt, Rugby einmal auszuprobieren, kommt vorbei, wir trainieren immer dienstags und donnerstags beim HTV, nähere Infos findest du unter https://www.htv-rugby.de/damen/


Nachruf auf David Roberts
David Roberts, oder wie ihn die meisten nannten „Little Dave“, ist am 28. April 2026 von uns gegangen.
Dem Nachruf des Bistros Fandango in Heidelberg-Rohrbach – nachzulesen unter https://www.facebook.com/p/Bistro-Fandango-100063337443130/ – ist nicht viel hinzuzufügen, so treffend sind die Worte! Aber auch wir von der Rubgyabteilung des HTV wollen ihm nochmals gedenken:
Geboren am 19. Januar 1956 nahe Durham in Nordengland, mit schottischen und walisischen Wurzeln, war Davey ein Mensch, wie man ihn nur selten trifft: herzlich, humorvoll, mit vielen Höhen und auch Tiefen, voller Charakter. Einer, der gelebt und erlebt hat. Und vor allem immer auch über sich selbst lachen konnte.
Sein Weg begann als Hufschmied im Bergbau, später zog es ihn hinaus auf die See – oder besser gesagt darunter. Als Tiefseetaucher und Unterwasserschweißer arbeitete er unter Bohrinseln. Harte Arbeit für einen Menschen, der nie viele Worte um sich selbst machte.
Ende der 1980er Jahre verschlug es David zum HTV. Dort unterstützte er, selbst Hakler, die 1. Mannschaft und prägte die Rugby-Abteilung des HTV maßgeblich. Gemeinsam mit Peter Jeffs und David Morgan engagierte er sich viele Jahre als Jugendtrainer und gab seine Leidenschaft für Rugby an die nächste Generation weiter. Auch bei den „Black Sheeps“, einer Mannschaft aus ausländischen Spielern verschiedener Rugbyvereine Baden-Württembergs, war er engagiert.
Der heute noch jährlich bei jeder Weihnachtsfeier verliehene Wanderpokal des „Spieler des Jahres“ wurde von ihm gesponsort.
Rugby bedeutete für Davey weit mehr als Sport. Es ging um Gemeinschaft, Loyalität, Respekt und Zusammenhalt – Werte, die er selbst lebte. Auch lange nach seiner aktiven Zeit blieb er dem HTV treu und war bei Heimspielen immer wieder ein vertrautes Gesicht.
Wer Davey kannte, kennt Geschichten. Unzählige Geschichten. Wilde, lustige, absurde und herzliche (so ziemlich jede*r kennt beim HTV vermutlich die Geschichte mit dem Wildschwein, nachzulesen in unserer Festschrift). Geschichten voller trockenen Humors, ehrlicher Worte und dieses unverwechselbaren, oft schelmischen Lächelns. Man könnte Bücher damit füllen.
Er war jemand, der Menschen mit seiner Art sofort gewann. Ein Gentleman alter Schule, manchmal rau, oft laut, aber immer mit Herz. Einer, mit dem man lachen, diskutieren und ein Bier trinken konnte – und nach dessen Besuch immer etwas Wärme zurückblieb.
Abschließend wollen wir mit einem Zitat schließen, an das sich sein langjähriger Weggefährte David Morgan erinnerte. Davey sagte oft zu ihm:
„Fuck you, Morgan, my name is this: Get your motor runnin‘, head out on the highway, looking for adventure in whatever comes our way!“
Vielleicht beschreibt genau das sein Leben am besten.
Mach’s gut, Little Dave. Du wirst uns fehlen.
Das Fandango richtet seine Beisetzung auf dem Bergfriedhof in Heidelberg aus, wer hierfür spenden möchte, kann dies hierunter tun: https://gofund.me/9dd3f94ef. Danke, Fandango!


Am 31. Januar 2026 fand im Jugendraum des HTV 1946 e.V. ein erstes Treffen zum Thema „Queerness im Rugbysport“ statt. Eingeladen hatte Brienne Scherrer, die seit 23 Jahren Rugby spielt, seit 2007 beim HTV aktiv ist und seit zehn Jahren als Trainerin arbeitet. Für sie ist Rugby weit mehr als nur ein Sport:
„Rugby war für mich immer Familie – und genau dieses Gefühl möchte ich weitergeben.“
Ihr Anliegen ist es, Rugby gezielt für die queere Community in Heidelberg zu öffnen – sichtbar, offen und niedrigschwellig. Ziel des Projekts ist es, neue Spieler*innen für den Rugbysport zu gewinnen, Berührungsängste abzubauen und eine Brücke zwischen der queeren Community und bestehenden Rugby-Vereinen zu schlagen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um die Gründung eines neuen Vereins oder einer festen Mannschaft. Vielmehr soll ein gemeinsames Projekt entstehen, das Rugby öffnet und Menschen zusammenbringt.
Dafür sucht Brienne engagierte Rugbyspieler*innen, die Lust haben,
• Queerness im Rugby aktiv sichtbar zu machen,
• neue Menschen behutsam an den Sport heranzuführen,
• Angebote, Aktionen oder Trainingsformate mitzugestalten,
• und das Projekt gemeinsam weiterzuentwickeln.
Zum ersten Treffen kamen gleich einige Spielerinnen, es konnten zentrale Werte und Ziele herausgearbeitet werden. Weitere Treffen sind bereits geplant .
Wenn du dich angesprochen fühlst, kannst du dich gerne in die WhatsApp-Gruppe „QueerRugby HD“ aufnehmen lassen. Oder schreibe uns einfach:
Kontaktdaten: queer_rugby@proton.me
Link: https://chat.whatsapp.com/KI8zH4DcrGP6jUK9kNDrAP
Kurzer Link: https://h7.cl/queerrugby
In nächster Zeit sollen außerdem weitere Treffen sowie offene Trainingseinheiten stattfinden – es wäre schön, dich dort zu sehen!